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Verschmelzung der Materialien und Prozesse

Ellen Trude sieht unterschiedliche Formen der Öffnung und Verschmelzung, die das zukünftige Lernen, die Lernmaterialien wie auch die Gestaltungsprozesse beeinflussen.


„Durch Lehren und Lernen spannt sich aus meiner Sicht ein Bogen vom schulischen bis zum betrieblichen oder sog. ‘lebenslangen Lernen’, dem viele Gemeinsamkeiten in den jeweiligen Bildungsstufen innewohnen. Das Lernen wird sich künftig verändern hin zu einem mehr selbstbestimmten und vernetzten Lernen. Konsequenterweise werden sich damit auch die künftigen Lern- und Lehrmaterialien wandeln: Stichworte hierzu sind Online-Lernen, E-Learning, Microlearning, Mobile Learning sowie im Arbeitsleben die Verschmelzung von Arbeit und Lernen.
Die technologischen Möglichkeiten (hier seien exemplarisch iBook oder Lern-Apps aufgeführt) eröffnen das Bereitstellen von Lernmaterialen in neuen Formaten, ich denke hier z. B. an die medizinische Ausbildung, die klassische Lehrbücher nicht bieten können. Darüber hinaus werden Lernmaterialien zunehmend die Möglichkeit der ‘Anreicherung’ mit eigenem Content durch die Lernenden (Annotationen), Interaktionen mit den Lehrenden und Vernetzung mit anderen Lernenden beinhalten. Es wird nicht mehr das eine Lehrbuch für den einen Stoff geben, sondern den Lernenden werden über mobile Anwendungen diverse Möglichkeiten zum Lernstoff offeriert, so dass jede und jeder Lerntyp ‘bedient’ werden kann (Beispiel: Applikationen zum Rechnen in der Grundschule). Lern- und Lehrmaterialien werden so eine Art Schnittstelle zu anderen Themengebieten ermöglichen: z. B. QR-Code oder Augmented Reality in Kombination mit Wikis zur Bearbeitung von Lern-Projekten.
Mit der Veränderung des Begriffs Lernen, der künftig nicht mehr nur auf die Zeit der Anwesenheit in der Schule / Erledigen der Hausaufgaben oder Präsenztraining in der betrieblichen Weiterbildung beschränkt bleiben wird, mit dieser Veränderung wird die Veränderung des bereitgestellten Materials (Lehren), das Einfliessen der Erkenntnisse von ‘vernetzten Lehrenden’ (z. B. OER) und der von den Lernenden erarbeiteten Inhalte (UGC) verschmelzen.“

Ellen Trude, Open Thinking, Teilnehmerin bei L3T’s WORK

Dieses Statement wurde zur Vorbereitung der Veranstaltung „L3T’s WORK“ (31.5-2.6.2012) abgegeben. Wenn auch Sie Ihre Ideen und Visionen zur Zukunft von Lern- und Lehrmaterialien veröffentlichen wollen, bitten wir Sie um Ihren Text, Ihren Namen, Ihre Institution (Funktion), Ihre Anschrift und ein Bild von Ihnen. Wenn Sie uns dies schicken, gehen wir davon aus, dass Sie mit einer Veröffentlichung hier im Weblog und (ggf.) in weiteren Publikationen einverstanden sind. Sie erhalten dann natürlich ein Belegexemplar.

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