Der Weblog zur Vorbereitung, Organisation und Berichterstattung zum Projekt

„Die Welt ein kleines bisschen besser machen“

mobile_reporterinDie mobile Reporterin Yvonne Pöppelbaum zu Besuch im L3T-Camp Graz:

Yvonne Pöppelbaum arbeitet als freie (Online-)Redakteurin in Hamburg und wird als mobile Reporterin vom 20. bis 28. August alle acht L3T-Camps besuchen und hier im Blog darüber berichten.

Seit Dienstag läuft der Booksprint zu L3T 2.0. Welche Themen sind neu und was genau ändert sich im Vergleich zur ersten Version? Antworten von Sandra Schön und Martin Ebner aus dem L3T-Hauptquartier in Graz.

Die neue Version von L3T wird neue Kapitel enthalten. Welche Themen kommen neu hinzu?

Martin: Neu sind dieses Mal das Kapitel zur Fernlehre, zu selbstgesteuerten Lehren und Lernen, zu E-Learning-Strategien in Unternehmen und Fors2013-08-20 09.00.28chungsmethoden. Wir haben einerseits die Wünsche der Community aufgenommen und andererseits sind noch Themen übrig geblieben von der ersten Version.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Autoren?

Martin: Das ist sehr unterschiedlich. Wenige Kapitel haben Einzelautor/innen, manche hingegen bis zu acht. Das liegt einerseits am Interesse und an der Expertise unserer Autor/innen. Manche Themen sind einfach populärer bei anderen findet man schwer jemanden. Manche schreiben lieber alleine, manche freuen sich über die Kooperation mit anderen.  Auch die Form der Zusammenarbeit an sich hängt sehr stark von den einzelnen Teams ab, wir sprechen zwar Möglichkeiten an, aber was dann gemacht wird bleibt jeden selbst überlassen. Was dann gemacht wird, ist auch total unterschiedlich und zeigt die Vielfalt der Arbeitsweisen und Tools.

Die Texte sollen ab dem 28. August online verfügbar sein. Was ändert sich im Vergleich zur bisherigen L3T-Version?

Sandra: Wir haben, laienhaft ausgedrückt, nahezu keine Einschränkungen, wie die Inhalte genutzt werden können. Sämtliche Texte und Inhalte sind nicht nur frei zugänglich, sondern sie können auch weiterverarbeitet werden und sind in jeglicher Situation nutzbar.

Unter welcher Lizenz stehen die Texte und was heißt das genau?

Martin: Nun unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA, d.h. alle Texte sind unter Namensnennung bearbeitbar und nutzbar, sofern sie unter der gleichen Lizenz wieder zur Verfügung gestellt werden. Wer wissen will, was das ganz genau heißt, wir haben einen Juristen im Team, Michael Beurskens, der hier eine FAQ pflegt und ausführlich antwortet.

Warum liegen euch Open Educational Resources so am Herzen?

Martin: Open Educational Resources, sogenannte freie Bildungsressourcen, sind ein ganz wichtiger Bestandteil in einer digitalen Bildungswelt von morgen. Denn wenn wir beginnen digitale Lehr- und Lernunte2013-08-20 08.51.23-2rlagen zu teilen, zu bearbeiten und auch zu verändern (weil man z.B. etwas einträgt) geht das nur, wenn es das Urheberrecht, ergänzende rechtliche Regelungen oder der Urheber erlaubt. Und die einfachste und sauberste Lösung ist einfach die Materialien entsprechend zu lizensieren, sodass man sich diesbezüglich keine Gedanken machen muss.

Sandra: Als Pädagogin, und auch als Wissenschaftlerin, habe ich natürlich die Idee, dafür zu sorgen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Bildung zugänglich zu machen ist hier ein Bedürfnis von uns. Es gibt sicher unterschiedliche Möglichkeiten sich zu engagieren, und als Wissenschaftler wäre es naheliegend, darüber zu forschen. Wir wollen aber konkret etwas machen und so machen wir OER – und L3T. Wir wollen zeigen, dass es geht und etwas bringt.

 

Was würdet ihr euch wünschen – wie sieht eine ideale OER-Umgebung aus? Was müsste sich ändern?

Martin: Ideal würde heißen, dass bildungsrelevante Informationen der Gesellschaft frei und ohne Hürden zugänglich sind. Dass man diese einsetzen, verändern, damit arbeiten und lernen kann. Ändern muss sich damit zwangsläufig unser ganzes System, angefangen von der Schaffung des Bewusstseins, der Wertschätzung gegenüber solcher Inhalte, aber auch von der Zugänglichkeit.

Sandra: Wir machen übrigens OER nicht deshalb mit vergleichsweise kleinen Budgets, weil wir denken, dass das der typische Weg sein sollte, wie OER entsteht. Eigentlich ist das eine Aufgabe des Staates und der öffentlich geförderten Bildungsinstitutionen hier, auch finanziell, zu unterstützen. Wir wollen vor allem zeigen, dass und wie OER genutzt werden.

Martin: Und wir haben Spaß daran, zu experimentieren.

Sandra: Ja, das auch! (lacht)

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